· Pressemitteilung

4,9 Millionen Umsatz

DRK-Kreisverband Lauterbach ist in vielen Bereichen aktiv

Hopfmannsfeld – Ein Umsatzvolumen von rund 4,9 Millionen Euro im Jahr 2024 und ein Haushaltsansatz von rund 5,1 Millionen Euro im Wirtschaftsplan für 2026 – das sind deutliche Indizien dafür, wie breit gestreut das Angebot des DRK-Kreisverbandes Lauterbach ist. Aus welchen Angeboten sich das finanzielle Volumen ergeben hat, darüber wurden die Delegierten der einzelnen DRK-Ortsvereine im Dorfgemeinschaftshaus von Hopfmannsfeld jetzt umfassend informiert.

Wir freuen uns über diese Entwicklung und hoffen auf ein Erstarken der Jugendarbeit in den Ortsvereinen.
<Paul Schimanski>

Die verschiedenen Handlungsfelder des DRK-Kreisverbandes Lauterbach wurden für den Vorstandsbereich vom Vorsitzenden Bernhard Ziegler erläutert. Yvonne Schäfer sprach aus dem Bereich Sozialarbeit, Benedikt Geiger aus dem Bereich der Bereitschaften, aus der DRK-Auslandsarbeit berichtete Thomas Müller und aus dem Bereich Jugendrotkreuz Paul Schimanski.

Neue stellvertretende Vorsitzende gewählt

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Ergänzungswahl zum Vorstand. Edith Wondra aus Engelrod schied als stellvertretende Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes aus, und die Versammlung sprach sich für Patricia Hammerl-Schönhals als Nachfolgerin aus. Grußworte sprachen noch Landrat Dr. Jens Mischak, vom DRK Alsfeld Kreisbereitschaftsleiter Henning Schmehl und als Vertreter der Gemeinden der Lautertaler Erste Beigeordnete Erwin Roth.

Bernhard Ziegler freute sich eingangs seines Jahresberichtes darüber, dass eine erfolgreiche Werbekampagne 530 neue Mitglieder gebracht habe. Insgesamt habe sich die Mitgliederzahl um 443 auf 2959 erhöht, wobei auch zu berücksichtigen sei, dass es Austritte und auch Todesfälle gegeben habe, so Ziegler. Ebenso verwies er auf Investitionen in Höhe von 63 000 Euro, wobei 45 000 Euro auf Fahrzeuge entfielen und 14 000 Euro in den Bereich EDV investiert wurden. Ferner bilanzierte Ziegler Blutspendetermine und Erste-Hilfe-Lehrgänge (2075 Teilnehmer bei 166 Lehrgängen).

Sehr umfangreich war der Jahresbericht Sozialarbeit von Yvonne Schäfer, in dem sie die verschiedenen Angebote erläuterte. Im Bereich „Frühe Hilfen“ wurden 46 Familien von 14 Familienbegleiterinnen mit einem Stundenaufwand von rund 1000 im Vogelsbergkreis betreut. Im Bereich Familienbildung wurde ein Kurs „Harmonische Babymassage“ durchgeführt. Beim Baby-Café, das von zwei Ehrenamtlichen begleitet wurde, gab es im FED-Haus (FED = Familienentlastender Dienst) in Lauterbach 25 Treffen.

Das Angebot der „Eltern-Baby-Gruppe bis ein Jahr“ bestand aus zehn Kursen, und bei der „Spiel- und Kontaktgruppe bis drei Jahre“ waren es acht Kurse in Schlitz und in Lauterbach. Die Kinderbetreuung, ein Angebot an Ein-bis Dreijährige, bestand aus 95 Terminen mit jeweils dreieinhalb Stunden Dauer und wurde von 15 verschiedenen Kindern genutzt, wobei auch rund 1000 Betreuungsstunden im FED-Haus zusammenkamen. 59 Termine zu vier Stunden ergaben sich bei der FED-Nachmittagsbetreuung, wobei zehn Kinder mit Förderschwerpunkt geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung rund 1000 Stunden betreut wurden. Zusätzlich gab es ein Ferienspielangebot sowie in Kooperation mit beispielsweise dem Jugendamt, der Stadtjugendpflege oder der kommunalen Jugendarbeit weitere 17 Angebote à acht Stunden für elf verschiedene Kinder mit über 1000 Betreuungsstunden. Für ältere Kinder und junge Erwachsene zwischen 14 und 21 Jahren mit Behinderung biete sich der FED-Jugendklub an, wobei 17 verschiedene Jugendliche die 16 Termine mit fünf bis acht Stunden nutzten und über 600 Assistenzstunden anfielen.

Beim Menü-Service wurden rund 21 200 Menüs von zwei Lieferdienstmitarbeitenden ausgeliefert. Den Hausnotruf nutzen 835 Kunden, zehn Installateure kümmern sich um die technischen Anforderungen.

Über das Angebot der FED-Urlaubsreisen informierten Anna-Lena Förster und Leonie Schlitt, wobei vier Reisen zwischen fünf und zwölf Tagen mit 28 Reisenden durchgeführt wurden. Zusätzlich gab es noch eine Reise nach Dresden mit 14 Reisebegleitungen. Weiterhin gibt es seit 2024 eine Aktivitätengruppe, die zu körperlichen Aktivitäten einlädt und animiert. Hier gab es 230 Termine mit fünf bis zehn Stunden, und für 52 Teilnehmende wurden 6900 Assistenzstunden aufgewandt.

Kreis-Bereitschaftsleiter Benedikt Geiger verwies auf die bestehenden Bereitschaften in Lauterbach, Lautertal, Grebenhain, Freiensteinau/Nieder-Moos und Schlitz. 59 Sanitätswachdienste, 115 Einsätze als Rettungsdienstverstärkung, fünf Einsätze mit der Drohnenstaffel, 15 sonstige Einsätze wurden von den Bereitschaften geleistet. Es fanden 39 Bereitschaftsabende auf Ortsverbandsebene und zehn Zugausbildungen auf Kreisverbandsebene statt. 96 aktive Einsatzkräfte leisteten dabei etwa 11 500 Stunden. Besondere Ereignisse waren zwei groß angelegte Übungen des Vogelsbergkreises zum Thema „Massenanfall von Verletzten“ sowie ein Kfz-Marsch zum Truppenübungsplatz nach Frankenberg.

Sanitätsdienst an mehreren Schulen

Auf drei JRK-Gruppen verwies Paul Schimanski und erwähnte solche in Grebenhain, Lauterbach und Schlitz. „Wir freuen uns über diese Entwicklung und hoffen auf ein Erstarken der Jugendarbeit in den Ortsvereinen“, so Schimanski. Weiterhin bleibe die Schularbeit mit dem Schulsanitätsdienst eine große Säule der JRK-Arbeit im Kreisverband. Das Angebot bestehe am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Lauterbach, an der Gesamtschule in Grebenhain, der Grundschule in Herbstein und der Integrierten Gesamtschule Schlitz. Ebenso wurde in zahlreichen Bildern die Notfalldarstellung durch Mimen des Kreisverbandes gezeigt, und Paul Schimanski bedankte sich bei Sabrina Fischer, die sich intensiv um diesen Bereich kümmert.

Thomas Müller erwähnte im Bereich der Auslandsarbeit, dass ein 35-Tonnen-Hilfsgütertransport in Zusammenarbeit mit der Nymphenburg-Stiftung durchgeführt wurde. Weiterhin wurde der Kleiderladen in Schlitz eingerichtet, man sei auch für den Betrieb einer Notunterkunft seit März 2022 zuständig und kümmere sich um die Versorgung der Menschen.


Quelle: Lauterbacher Anzeiger, Ausgabe v. 28.11.2025