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Von der Übung zum Einsatz auf der Autobahn Mehrtägige Übung der Katastrophenschutzzüge und der DRK-Bereitschaften in Wartenberg - Positives Fazit gezogen
LANDENHAUSEN (alf). Auf Einladung des DRK-Kreisverbandes Lauterbach kamen die Katastrophenschutzzüge (KatS-Züge) und DRK-Bereitschaften aus Lauterbach, Lautertal, Schlitz, Nie-der-Moos und Grebenhain zu einer mehrtägigen Übung zusammen, um das Zusammenwirken der KatS-Züge und DRK-Bereitschaften beim Thema „Unfallhilfs- und Betreuungsstelle" zu üben, getreu dem Grundsatz, was geübt wird, kann auch im Ernstfall tatsächlich klappen. Was zu Beginn der Übung niemand ahnen konnte war die Tatsache, dass Teile der zu übenden Einheiten am Sonntagnachmittag noch zum Einsatz bei dem Massenunfall auf der A 5 bei Homberg/Ohm gerufen wurden. Übungsstandort war das Kreiszeltlager in der Gemarkung Landenhausen. Es handelte sich um die erste Großübung des Sanitäts- und Betreuungsdienstes. Die Übungsleitung lag in den Händen von Rettungsassistent Rolf Köhler. Insgesamt waren an der Übung 45 Helfer und 35 Verletztendarsteller beteiligt. Außerdem waren die Fernmeldegruppe mit vier Helfern sowie weitere Führungskräfte im Einsatz. Zugführer des Betreuungszuges war Jutta Stein, der Sanitätszug wurde von Christoph Muth geführt. Zusammen mit Rolf Köhler hatten die Zugführer die Übung ausgearbeitet. Am Freitagabend wurden die Übungsobjekte mit den Führungskräften besprochen und kleine Änderungen vorgenommen. Der Samstagvormittag war gefüllt mit theoretischem Unterricht. Übungslage war eine Hochwasserlage in den Orten Landenhausen und Angersbach, ausgelöst durch tagelangen Starkregen, der zur Überflutung von Kellern und Häusern führte und die dadurch unbewohnbar wurden. Das bedeutete, dass kranke und bettlägerige Personen aus den betroffenen Häusern evakuiert und in einem Zelt auf dem Gelände des Zeltlagers untergebracht werden mussten. Auch Patienten, die in häuslicher Pflege sind, mussten ebenfalls zur Unfallhilfsstelle gebracht werden. Das traf für die Firma ASA und für die alte Schule in Landenhausen, das Zeppe-Heim, das evangelische Gemeindehaus und die Backsteinschule in Angersbach zu.
An allen Einsatzstellen wurden die Arbeiten und Handgriffe der Helfer von einer Beobachterin protokolliert und später ausgewertet. An der Unfallhilfsstelle wurden die Patienten von DRK-Helfern in Empfang genommen und von einer Ärztin versorgt. Die Übung wurde sowohl von DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Dickel als auch von Norbert Södler, dem langjährigen Bürgermeister von Lautertal und heutigen Vize-Präsidenten des DRK-Landesverbandes Hessen, der eigens nach Landenhausen gekommen war, beobachtet. Södler war vom Verlauf der Übung beeindruckt. Bei dieser Gelegenheit gab er bekannt, dass das Land Hessen seit 2009 eine Komplettausstattung für die Sanitäts- und Betreuungszüge im Umfang von 21 Millionen Euro veranlasst habe. Die Vogelsberger DRK-Kreisverbände haben davon sechs Krankentransportwagen und zwei Rettungswagen erhalten. In einer Nachbereitung am Sonntagvormittag wurde ein positives Resümee gezogen. Sowohl von der Führungsmannschaft als auch von den Helfern wurde der Wunsch nach einer Wiederholung geäußert. Die Übung habe nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen, sondern auch der Förderung des Zusammenhalts gedient. Erkannte Fehler werden noch besprochen, um sie künftig zu vermeiden.
Text: Alfred Hahner Fotos: DRK
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