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DRK-Kreisverband ist in vielen Tätigkeitsfeldern höchst aktiv

Kreisversammlung zog positive Bilanz des vergangenen Jahres

Ehrung und Ernennungen JHV 2010

Thomas Müller, (2.vr) der sich schon lange um Hilfstransporte kümmert, erhielt von Bernhard Ziegler (r) die “Heny Dunant-Medaille in Silber. Carina Happel, und Mareike Rathmann (v.l.) kümmern sich kreisweit um das Jugendrotkreuz

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LAUTERTAL (gst). Das DRK bedeutet nicht nur Blutspendetermine oder Krankentransporte, sondern noch viel mehr. Dies machte die DRK-Kreisversammlung in Hopfmannsfeld deutlich. Aus- und Weiterbildung, die Unterstützung von Familien in vielen Bereichen, Seniorenangebote oder Hilfstransporte gehören ebenfalls zu dem großen Spektrum des Kreisverbands.

Bürgermeister Heiko Stock als Gastgeber, die Landtagsabgeordneten Kurt Wiegel (CDU) und Manfred Görig (SPD) sowie der stellvertretende Alsfelder DRK-Kreisvorsitzende Robert Belouschek lobten das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die ein solches Angebot erst ermöglichten.
Kreisvorsitzender Bernhard Ziegler verwies auf Ersatzinvestitionen von    50 000 Euro, davon rund 25 000 Euro für Pkw im Familienentlastenden Dienst und für Essen auf Rädern. In den Hausnotruf wurden 20 000 Büro investiert. 5 000 Euro kostete eine Klimaanlage für den Serverraum. Ein Antrag für einen Außenbetreuungsplatz in Lauterbach wurde von der Glücksspirale positiv beschieden, es gab 10 000 Euro Zuwendung.

 Themen zurzeit seien bauliche Veränderungen an Unterkünften für die Rettungswachen in Köddingen und Grebenhain.  Ziegler bezifferte die Mitgliederzahl auf 3 226, was ein Rückgang um 19 Mitglieder bedeute.
Kreisbereitschaftsleiter Erich Schneider erwähnte 16 Lehrgänge „Lebensrettende  Sofortmaßnahmen"  mit  219,  66  Lehrgänge „Erste Hilfe" mit 795, 34 Lehrgänge „Erste-Hilfe-Training" mit 393, sechs Lehrgänge „Erste Hilfe am Kind" mit 70, einen Lehrgang „Helfer in  der Pflege" mit 14, einen „San-Lehrgang A" mit 11, zwei „San-Lehrgänge C" mit 18 und einen „Betreuungsdienstlehrgang"   mit 14 Teilnehmern.
Dies bedeute eine   Steigerung um 114 Personen.
In der Aktiven-Ausbildung erhöhte sich   die Teilnehmerzahl um 36. Bei den Blutspenden gab es im Kreisverband eine Steigerung um 255,  es gab 70 Erstspender.

Dem Bericht über die Sozialarbeit von Monika Stein war zu entnehmen, dass zwar beim Menü-Service 19 zusätzliche Kunden gewonnen werden konnten, sich aber die Anzahl der ausgelieferten Essen um neun Prozent auf 19 753 reduzierte.
Um zehn auf 247 steigerten sich die Hausnotrufteilnehmer. Deutlich verringert hat sich die Anzahl der Teilnehmer bei den Seniorenreisen. Etabliert haben sich die Bewegungsangebote für Senioren und Menschen über 50.   Gymnastikkurse fanden in Eichenrod, Lauterbach und Schlitz statt.

Weiterhin wurde in Lauterbach ein Nordic-Walking-Kurs durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Seniorenhilfe Maar wurden vier Kurse zur Sturzprävention angeboten, in Lauterbach gab es vier Kurse im Bereich Seniorentanz.

Die Refinanzierung des Fahrdienstes sei nach wie vor schwierig. Erfreulich sei, dass im vergangenen Jahr deutlich mehr Aufträge zu verzeichnen waren.

Die Beratungsstelle werde gut in Anspruch genommen. Zusammen mit der kommunalen Vermittlungsagentur wurde eine vierwöchige Qualifizierungsmaßnahme für 15 arbeitslose Menschen durchgeführt. 34 Kinder erhalten im Schuljahr 2009/10 eine Integrationshilfe zum Schulbesuch.

Im Familienentlastenden Dienst wurden 188 Familien betreut. Bei der Familienförderung wurden von elf beantragten Mutter-Kind-Kuren acht genehmigt. In Lauterbach fanden drei Kurse Babymassage, neun Kurse „Eltern und Babys im ersten Lebensjahr" und 14 Kurse „Spiel-und Kontaktgruppe für Kinder ab einem Jahr" statt. Aufgrund der starken Nachfrage kann man keine zusätzlichen Kurse in den Kreisgemeinden anbieten.

Von einem ruhigen Jahr beim Jugend-Rot-Kreuz sprach Björn Keilwerth. Neben Lautertal sei nun auch die Gruppe Lauterbach nicht mehr aktiv, was durch den berufsbedingten Wegzug der Gruppenleiterinnen Kathrin Roßdeutscher und Sonja Wiegel entstanden sei. Zwei aktive Gruppen gebe es in Schlitz mit zehn Mitgliedern und in Grebenhain mit fünf Jugendlichen.
Stark mit den Gruppen verzahnt sei der Schulsanitätsdienst an der Gesamtschule Schlitzerland und an der Oberwaldschule. Keilwerth kündigte aus beruflichen Gründen seinen Rückzug an. Carina Happel aus Schlitz sei als seine Nachfolgerin und Mareike Rathmann aus Eichenrod als deren Stellvertreterin bereits gewählt worden. Diese wurden von der Versammlung bestätigt.

Thomas Müller befasste sich mit der Auslandshilfe, für die vom Kreisverband Lauterbach wieder ein Hilfstransport nach Rumänien durchgeführt wurde. Es entstanden Gesamtkosten von rund 13 000 Euro, wovon der Kreisverband Lauterbach 2 500 Euro zur Verfügung stellte.

Kreisgeschäftsführer Ralf Dickel stellte für das Rettungswesen fest, dass sich an den acht Rettungswachen und drei Notarztstandorten im Kreis sich nichts geändert habe. Insgesamt gab es mit 15 034 Einsätzen rund 0,8 Prozent weniger als 2008. Im Rettungsdienst wurden zusammen 200 000 Personalvorhaltestunden abgedeckt. 2009 wurden Investitionen in Höhe von rund 410 000 Euro getätigt. 160 000 Euro für zwei Rettungstransportwagen sowie 250 000 Euro für medizinische und sonstige Ausrüstung.

Keine Einwände gab es zum Rechnungsbericht von Hans-Jürgen Thomas. Der Haushaltsentwurf für 2010 wurde zur Kenntnis genommen. In den Mittelpunkt des Interesses rückte noch einmal Thomas Müller aus Schlitz, der von DRK-Kreis-vorsitzendem Bernhard Ziegler die Henry-Dunant-Medaille in Silber erhielt.

TEXT und FOTO:
G . Stock /Lauterbacher Anzeiger vom 18.06.2010

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