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Archiv 2015

Schnellere Hilfe auf dem Land
 

Lauterbach/Alsfeld (mgg). „Heute machen wir einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer signifikanten Verbesserung der Hilfsfristen“, war sich Landrat Manfred Görig bei der Indienstnahme zweier neuer Rettungswagen an den Lauterbacher und Alsfelder Rettungswachen sicher. Mit den jeweils zweiten Rettungswagen für die Kreisstadt Lauterbach und die Stadt Alsfeld seien in den beiden Einsatzschwerpunkten des Kreises nun jeweils zwei Fahrzeuge in 24-stündiger Bereitschaft. Dank des jeweils zweiten Fahrzeuges an beiden Standorten müsse nun bei zwei zeitgleichen Notfällen kein Rettungswagen von einer anderen Wache angefordert werden.

Der Hintergrund der beiden Neubeschaffungen ist, dass der Vogelsbergkreis in einer Untersuchung zur Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen im vergangenen Jahr in Hessen auf dem letzten Platz gelandet war. Für Rettungswagen gilt eine gesetzliche Hilfsfrist von zehn Minuten. „Seit geraumer Zeit sind wir daran, die Einhaltung der Zehn-Minuten-Frist  auf jeden Fall sicherzustellen“, erläuterte der Landrat. Der Kreis habe hier viel nachzuholen und der Mehraufwand werde sich auch bei den Kosten bemerkbar machen. Kosten, die die Krankenkassen zu tragen hätten, die sich bis November zu den Vorstellungen des Kreises äußern müssten.

neue Rettungswagen

Im Bild v.l.: Landrat Manfred Görig (links), DRK-Landespräsident Norbert Södler, Anita Weber Betriebsratsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst (3.v.l.) und (ganz rechts) DRK-Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst Ralf Dickel

Verbesserung der Hilfsfristen

Klar sei aber, dass die Zehn-Minuten-Frist gesetzliche Vorgabe sei, auf deren Einhaltung die Vogelsberger denselben Anspruch haben wie Frankfurter. „Bis Ende des Jahres soll der Plan stehen, damit wir eine Grundlage haben“, blickte Görig voraus. Bei der Inbetriebnahme des neuen Rettungswagens beim Roten Kreuz in Lauterbach, sagte der Landrat, die Autos seien der erste Schritt zu einem Gesamtkonzept, das er für die Einhaltung der Hilfsfristen erstellt habe. Mit dabei waren auch der Präsident des Landesverbandes des Roten Kreuzes, Norbert Södler, und der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Lauterbach, Ralf Dickel.

Wie Görig erläuterte, stehen nun in Alsfeld und Lauterbach jeweils zwei Fahrzeuge rund um die Uhr in Bereitschaft. Der ländliche Raum habe auf die Einhaltung der zehnminütigen Hilfsfrist genauso Anspruch wie eine Großstadt. Laut Norbert Södler, Lautertals ehemaligem Bürgermeister, betrifft das Problem nicht allein den Vogelsbergkreis, sondern den gesamten ländlichen Raum. Wie Görig erläuterte, stehen nun in Alsfeld und Lauterbach jeweils zwei Fahrzeuge rund um die Uhr in Bereitschaft.

Der ländliche Raum habe auf die Einhaltung der zehnminütigen Hilfsfrist genauso Anspruch wie eine Großstadt. Laut Norbert Södler, Lautertals ehemaligem Bürgermeister, betrifft das Problem nicht allein den Vogelsbergkreis, sondern den gesamten ländlichen Raum.

Nach den Worten Ralf Dickels kostet eines der Autos rund 120 000 Euro in der Anschaffung, doch mit Personal und Betriebskosten fallen für beide Wagen rund 1 Million Euro pro Jahr an. Um beide Fahrzeuge rund um die Uhr mit je zwei Mann zu besetzen, müssen 16 bis 17

Letzte Aktualisierung am Montag, 5. Oktober 2015

Personen beschäftigt werden. Für die Fahrzeuge ist die Führerscheinklasse C1 erforderlich, weil sie mit 3,8 Tonnen über der Obergrenze für den normalen Autoführerschein der Klasse B liegen. Das hat damit zu tun, dass man im Rahmen der Ausbildung zum Notfallsanitäter bei Einsätzen im Rettungswagen mitfahren muss (die Ausbildung zum Notfallsanitäter hat die zum Rettungsassistenten abgelöst). Möglich ist das mit einem größeren Radstand und mehr zulässigem Gewicht. Die Rettungswagen haben 163 PS. Ausgebaut wurden sie von der Firma Strobel in Aalen.

Quellenangaben:
Der Text stammt aus dem Lauterbacher Anzeiger, Ausgabe 05. Oktober 2015

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