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Seit dem 01. Januar 2011 bietet das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Lauterbach e.V. einen sogenannten AED-Kurs an. Die Abkürzung AED steht in diesem Fall für „Automatisierte Externe Defibrillation Der plötzliche Herztod stellt in Deutschland mit geschätzten 100.000 Fällen jährlich die häufigste Todesursache außerhalb von Krankenhäusern dar.
Mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung und dem Einsatz eines Defibrillator könnten bis zu 60 Prozent der Betroffenen gerettet werden.
Anlass für den DRK Kreisverband Lauterbach e.V., entsprechende Schulungen anzubieten.
Bei den meisten, vom „Plötzlichen Herztod“ betroffenen Patienten, liegt zunächst das so genannte „Kammerflimmern“ vor. Die einzige wirksame Behandlung ist die sofortige elektrische Defibrillation.
Hierbei wird mittels großflächiger Elektroden ein Stromstoß durch den Brustkorb des Betroffenen abgegeben, der das „zittern“ der Herzmuskelfasern in einen geregelten Herzschlag überführen soll. Kommt es zu einem Notfall analysiert der Automatisierte Externe Defibrillator (AED) automatisch den Herzrhythmus. Dabei „spricht“ das Gerät mit dem Bediener und gibt die einzelnen Schritte genau und detailliert vor. „Elektroden auf den entblößten Brustkorb des Patienten kleben“ lautet zum Beispiel eine Anweisung. Liegt ein lebensgefährliches Herzrasen vor, fordert das Gerät zur Defibrillation per Tastendruck auf. „Patient nicht berühren – das Gerät wird geladen – Schock wird gegeben – jetzt orange Taste drücken“ so die weiteren Anweisungen. „Der Ernstfall ist ein Wettlauf mit der Zeit - jede Minute zählt“ so Sebastian Schrimpf, Ausbilder in „Erste-Hilfe“ und der in „Defibrillation durch Ersthelfer".
Durch einen verstärkten Einsatz des Defibrillators durch Ersthelfer können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen direkt am Notfallort behandelt werden - noch bevor der Rettungsdienst eintrifft.
„Wir setzen auf die verstärkte Aus- und Fortbildung von Erst- und Sanitätshelfern in Betrieben, Einkaufszentren, Schwimmbädern – also überall dort, wo in kurzer Zeit viele Menschen versammelt sind“, so Thomas Koch, DRK-Ausbildungsleiter. Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter der DRK-Bereitschaften wurden auf dem Gerät geschult, so dass der Defibrillator bei Sanitätsdiensten von Sport- und Großveranstaltungen zum Einsatz kommen kann.
Dabei ersetzt der Defibrillator nicht die Erste Hilfe-Schulung. Der richtige Einsatz in Kombination mit der klassischen Herz-Lungen-Wiederbelebung muss gelernt und trainiert werden. Ein AED-Kurs wird nach Anfrage von Firmen mit einer Teilnehmerzahl von mindestens 10 Personen vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt. Der Kurs findet beim DRK statt, kann aber auch auf Wunsch in der jeweiligen Firma, Arztpraxis oder sonstigen Institution durchgeführt werden. Anfragen bitte an:
DRK Kreisverband Lauterbach, Tel.: 06641-9966310 Frau Kreutzer Hornung
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